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Oberliga-Frauen mit unnötiger Niederlage

Mit drei Siegen und zwei Niederlagen in der Rückrunde läuft es für die TSG nicht so ganz optimal in der Rückrunde. Generell ist das aber kein Problem, denn erstens möchte das Team ohnehin nicht aufsteigen und zweitens muss berücksichtigt werden, dass der Kader nicht komplett ist.

Aktuell fehlt neben den verletzten Charlotte Kugeleberg und Smilla Bräutigam vermehrt auch Rika Windgasse, da sie in ihrem Stuttgarter Team stärker gefordert ist. Die Coaches sehen es jedoch als Chance, dass andere Spielerinnen die Lücken füllen und damit einen Schritt nach vorne machen.

So sollte es auch am Samstag gegen die Basket Ladies Kurpfalz 2 aus Leimen sein. Nach dem ersten Korb hatte Bruchsal Schwierigkeiten, in einen offensiven Rhythmus zu kommen. Die Teamrotation war schlecht abgestimmt und es wurde zu pomadig agiert. Leimen lag nach zehn Minuten mit 17:12 in Führung.

Im zweiten Viertel lief es deutlich besser. Durch eine gute Verteidigung und mehrere Ballgewinne bekam man Aufwind, kam zu leichten Körben und gewann diesen Abschnitt mit 23:7. Mit einer 35:24-Führung ging es in die Kabine.

Und wie schon so oft kam man schlecht aus der Halbzeit. Es dauerte über acht Minuten, bis der erste Ball im Korb untergebracht werden konnte. Sicherlich nicht hilfreich war dabei die Foulverteilung von 9:2 – obwohl gegen den Bruchsaler Angriff nicht zimperlich verteidigt wurde. Dennoch lag man mit 37:32 in Führung und es war weiterhin alles möglich.

Im letzten Abschnitt erspielten sich die TSG-Damen mit 45:32 ihren größten Vorsprung innerhalb der ersten vier Minuten. Dann handelte sich Elisa Kluß, die bis dahin einige ansprechende Aktionen gezeigt hatte, ihr unnötiges fünftes Foul ein, was die Bruchsalerinnen auf den großen Positionen limitierte. Die nächsten zwei Minuten gingen mit 0:7 an Leimen – im Angriff lief wieder nichts zusammen. Das ebenfalls unnötige fünfte Foul von Karolina Sperling, die bis dahin eine wichtige Rolle im Angriff wie auch in der Verteidigung gespielt hatte, reduzierte das Potenzial unter dem Korb zusätzlich.

Der Vorsprung schmolz, die Nerven lagen blank, und es gelang nicht, Struktur und Teamspiel in den Angriff zu bringen. 1:41 Minuten vor Ende schaffte Leimen den Ausgleich zum 48:48. Routinier Dawn Rood zog ein Foul und verwandelte beide Freiwürfe zum 50:48. Leimen antwortete mit einem Dreier. Erneut wurde Rood gefoult und sie behielt mit „Glycerin in den Venen“ die Nerven: Neun Sekunden vor Schluss traf sie zum 52:51.

Leimen nutzte die Auszeit gut, spielte den letzten Angriff clever aus und suchte gezielt ihre größte Spielerin direkt unter dem Korb gegen die nun größenmäßig geschwächten Bruchsalerinnen. 52:53 bei noch 2,8 Sekunden auf der Uhr. Der letzte Wurfversuch mit Foulpfiff blieb erfolglos – das Spiel war entschieden.

Wie gesagt: kein Drama - die TSG steht immernoch mit 14 Siegen und 3 Niederlagen auf Platz 2 der Tabelle, aber dieses Spiel war schade. Es bleibt viel zu tun im Training. Ziel muss es sein, die Leistung breiter aufzustellen und das Spielverständnis weiter zu schärfen. Vielleicht machte sich am Ende die Müdigkeit angesichts der schmalen Bank doch stärker bemerkbar als vermutet. Dennoch verläuft die Saison insgesamt sehr zufriedenstellend. Nächste Woche gilt es, sich auswärts in Wieblingen zu beweisen.

Mit dabei waren: Zeynep Karadag (2 Punkte), Alexandra Teslevici (4), Dawn Rood (20), Karolina Sperling (20), Saskia Windgasse (2), Elisa Kluß (4), Ylva Hirsch und Elli Kaiser.
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